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Französisch am Gymnasium St. Leonhard
Unterrichtende Lehrerinnen und Lehrer

Austauschangebote
Als Schule mit bilingual französisch-deutschem Zweig bietet das St. Leonhard ein vielfältiges Austauschprogramm an, welches bereits in den unteren Jahrgängen startet.
Die Nähe zu Belgien ermöglicht es, dass schon in den Jahrgangsstufen 6 und 7 kleinere Austausche mit Schulen aus dem Nachbarland stattfinden. Die Schüler verbringen dann einige Tage in belgischen Familien in Spa, Welkenraedt oder Verviers.
In der Jahrgangsstufe 8 findet dann für die bilingualen Klassen ein verpflichtender großer Austausch statt, der im Schuljahr 2010/11 zum ersten Mal durchgeführt wird. Partnerschule ist hier die „Cité Scolaire Internationale“ in Lyon, welche auf Grund ihres Sprachenprofils ein ausgezeichnetes Gegenstück zum St. Leonhard darstellt.
Für die nicht-bilingualen Klassen existiert ebenfalls in der Jahrgangsstufe 8 ein Austauschkonzept zur Begabtenförderung. Besonders interessierte und begabte Schüler haben die Möglichkeit, während der regulären Schulzeit zwei Wochen an einem Austausch nach Rouen teilzunehmen. Die Austauschschüler kommen im gleichen Schuljahr ebenfalls für zwei Wochen nach Aachen.
Der bisher in der Jahrgangsstufe 9 abgelaufene Austausch mit Lycées in Vitré (Bretagne) und Reims (Champagne) wurde nun aufgrund des durch G8 dichteren Programms in die Einführungsphase der Sekundarstufe II verschoben. Dieser Austausch wird in Zukunft mit Kleingruppen dieser Jahrgangsstufe stattfinden, was zudem besser zum Alter der französischen Austauschschüler passt, die bereits in der Seconde bzw. Terminale sind.
DELF– Dieses Examen lieben Französisch-Fans
Schon seit mehreren Jahren bereiten wir die DELF-Prüfungen an unserer Schule vor und führen sie in Zusammenarbeit mit dem Institut français durch.
Die Delf-Prüfungen (Diplôme d’études en langue française) beinhalten für den schulischen Bereich vier Stufen : A1 (nach zwei Lernjahren), A2 (nach drei Lernjahren), B1 (nach vier Lernjahren) und B2 (nach 6 Lernjahren).
Die Stufen A1- B2 bereiten wir in der Schule zum Teil im Unterricht, zum Teil außerhalb des Unterrichts vor.
Jede Prüfung besteht aus vier Teilprüfungen: Hörverständnis, Textverständnis, Textproduktion und mündliche Prüfung.
Die ersten drei Teilprüfungen werden in der Schule abgehalten. Für diese Prüfungen gibt es einen zentralen Termin an einem Samstag im Januar. An einem der folgenden Samstagen werden die mündlichen Prüfungen im Institut français abgehalten. Die Bewertung aller vier Prüfungsteile erfolgt im Institut français, die Schule hilft bei der Vorbereitung.
Warum lernen Schüler freiwillig für eine weitere Prüfung? Es macht Spaß, sich unabhängig vom Schulbuch mit der französischen Sprache zu beschäftigen und gerade Alltagsthemen auf Französisch zu bewältigen. Bei Bewerbungen, vor allem für Auslandspraktika, macht sich so ein Fremdsprachendiplom gut. Und es beweist, dass unsere Schüler durchaus bereit sind, sich über das erforderliche Maß hinaus mit der Fremdsprache zu beschäftigen.
Certilingua:
Seit 2007 ist das Gymnasium Sankt Leonhard zertifizierte Certilingua Schule, im September 2010 wurde die Zertifizierung für weitere fünf Jahre verlängert.
Certilingua ist ein Fremdsprachenexzellenzlabel, das an folgende Voraussetzungen verknüpft ist:
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Das Sprachniveau B2 in zwei Fremdsprachen.
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Die Belegung eines bilingualen Sachfaches in der Oberstufe.
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Kenntnisse über Europa und seine Institutionen.
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Das Verfassen eines fremdsprachlichen Berichtes über ein Projekt im Ausland und dessen Bedeutung für den Schüler/die Schülerin.
Das Sprachniveau B2 wird erreicht durch die Belegung zweier Fremdsprachen ab Klasse 5 bzw. 7 bis zur Oberstufe. Das unsere Schule Europaschule ist, werden die Kenntnisse über Europa in der Oberstufe im Geschichts- oder Sozialwissenschaftsunterricht erlangt, die mehrere Themenreihen über Europa beinhalten. Die schriftliche Arbeit hat einen Umfang von zehn Seiten und muss in sprachlich korrekter Form ein Projekt darstellen, bei dem es zu einer face-to-face Begegnung im Ausland gekommen ist. Die individuelle Bewertung durch den Schüler/die Schülerin muss deutlich werden.
Auch dieses Fremdsprachenzertifikat, das nur an bilingualen Schulen erlangt werden kann, verdeutlicht, dass unsere Schüler sich in der Fremdsprache engagieren und dieses Engagement beweisen und zertifiziert bekommen.
Der bilinguale Bildungsgang an unserem Gymnasium
Im bilingualen deutsch-französischen Zweig ist Französisch „erste“ Fremdsprache. In den Klassen 5 und 6 haben die Schüler sechs Stunden Französisch pro Woche. Ab Klasse 7 wird
die französische Sprache in zunehmendem Maße Lern- und Arbeitssprache in den bilingualen
Sachfächern Erdkunde (Klasse 7, 8, 9) und Geschichte (Klasse 9). Mit Abschluss der Klasse 9 stehen den Schülern des bilingualen Zuges alle Wahlmöglichkeiten des Kurssystems der gymnasialen Oberstufe offen. Falls sie das bilinguale Abitur anstreben, wählen sie einen Leistungskurs Französisch und ein bilinguales Sachfach als Grundkurs und legen in diesen beiden Fächern die Reifeprüfung in französischer Sprache ab. Die Schüler erhalten aufgrund dieser Zusatzqualifikation das Abitur mit dem „bilingualen Vermerk“: Das Abiturzeugniswird in zweifacher Ausfertigung, in deutscherund französischerSprache, ausgehändigt.
Wer ist für den bilingualen deutsch-französischen Zweig geeignet?
Es werden keine Vorkenntnisse in der französischen Sprache vorausgesetzt. Der bilinguale Zweig ist für Kinder mit Deutsch als Muttersprache eingerichtet worden. Er erfordert vor allem in den Sachfächern erhöhten Lernaufwand und Arbeitseinsatz. Für Kinder, die für das Gymnasium geeignet sind, ist er eine ausgezeichnete Förderung.
Deutsch-französischer Schüleraustausch
Der deutsch-französische Schüleraustausch ist wichtiger Bestandteil des bilingualen Bildungsganges. Für die Schülerinnen und Schüler der bilingualen Klasse 7 ist es ein ganz besonderes Ereignis, ihre bisher erworbenen Französischkenntnisse in Belgien zu erproben und beim Gegenaustausch ihren belgischen Partnern die Heimatstadt zu zeigen. In der Klasse 9 vertiefen die Schülerinnen und Schüler während des zweiten Austauschs ihre Frankreich- und Französischkenntnisse. Bei der Erarbeitung deutsch-französischer Projekte erfahren sie, dass sich ihre sprachliche Kompetenz innerhalb von zwei Jahren wesentlich verbessert hat.
Durch die Teilnahme an den Austauschmaßnahmen erwerben unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur Verhaltens- und Kommunikationssicherheit, sondern lernen auch zu ermessen, was es bedeutet, sich in der anderssprachigen Welt zu behaupten. Sie machen eine wichtige soziale Erfahrung in einer
vielsprachigen Welt, in der die Menschen immer mobiler werden.
Frankreich ist in der EU unstreitig unser wichtigster politischer und wirtschaftlicher Partner: Frankreich und Deutschland gelten als die Motoren der Europäischen Bewegung.
Welche Chancen eröffnet der bilinguale deutsch-französische Bildungsgang?
Abiturienten mit bilingualem Abitur stehen derzeit neben dem üblichen Angebot an Hochschulen und Universitäten ca. 80 deutsch-französisch integrierte Studiengänge an vielen deutschen Hochschulen offen.
Das bilinguale Abitur bietet gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium im französischsprachigen Ausland. Es ermöglicht den Abiturienten ohne zusätzliche Sprachprüfung den direkten Zugang zu französischen Universitäten und Hochschulen .
Bilinguale Abiturienten haben auf dem deutschen und europäischen Arbeitsmarkt deutlich
bessere beruflicheChancen aufgrund ihrer annähernden Zweisprachigkeit und interkulturellen Kompetenz. Für den Beruf ist der bilinguale Vermerk eine wichtige zusätzliche Qualifikation .Da Frankreich – wie oben bereits erwähnt - unser wichtigster Handelspartner ist, legen viele Firmen auf gute Französischkenntnisse besonderen Wert.
Durchlässigkeit und Wohnortwechsel
Mit der Wahl des bilingualen Zweiges ist bis zum Abschluss der Sekundarstufe I ( Klasse 9 ) die Schullaufbahn festgelegt .Ein Wechsel ist aber möglich: nach Klasse 5 bei freiwilliger Wiederholung- Neubeginn in der Englischklasse; nach Klasse 6 oder später in eine Aufbauklasse einer Realschule, die nach Klasse 6 mit Englisch neu beginnt. Nach Klasse 9 kann der bilinguale Bildungsgang ohne Schwierigkeiten aufgegeben werden.
Bundesweit gibt es zur Zeit über 80 Gymnasien mit bilingualem deutsch-französischem Zweig. Außerdem bieten viele Gymnasien im normalen Bildungsgang Französisch als erste Fremdsprache an. |