Erdkunde Sek I
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Erdkunde am St.Leonhard Gymnasium

 

Warum Erdkunde lernen…?- Der Mopanewurm Rolf, ein Weltveränderer!

An einem Sommertag in der Savanne Namibias. Hauptdarsteller Rolf. Rolf ist ein Mopanewurm. Er ist eine haarige Raupe, die Raupe der Kaisermotte, eines wunderschönen Nachtfalters. Er liebt den Mopanebaum, dessen wohlschmeckende Blätter, und vor allem lebt und liebt er in Namibia, welches im Südwesten Afrikas liegt. Für die dort lebenden Menschen ist er eine Delikatesse und nahrhaft dazu, weil er so eiweißhaltig ist. Im Herbst werden er und seine besten Freunde von den Bäumen gepflückt und wandern dann in den Kochtopf, danach in den Magen der Menschen. Ihm graut davor! Bisher haben er und seine Freunde den Bestand an Mopanebäumen durch ihren Blattkonsum reguliert, d.h. je nachdem wie groß sein Mopanewurmvolk war, desto mehr oder weniger Mopanebäume gab es. Nun haben die Menschen unglaubliche Mopanebaumplantagen angelegt, um das Mopanewurmvolk gut zu ernähren, damit das Würmervolk wächst, somit noch mehr leckeres Mopanewurmallerlei auf den Tischen der Menschen in feinen Restaurants landen kann, doch der Haken: es wurde dafür kostbares Weideland vernichtet. Die Nachfrage an Würmern ist hoch und das Geschäft lukrativ. Wenn es weniger Weideland gibt kann die Versorgung der ländlichen Einwohner mit Fleisch und Milch nicht sichergestellt werden.

Jedoch verdienen die Plantagenbesitzer viel Geld mit ihm und seinen Kollegen und so unverständlich es klingt, große reiche Industrielle haben sogar die Idee Mopanewürmer in Fabrikhallen zu züchten. „Oh Gott“ denkt Rolf, „ich in einer Industriehalle!“ Ach all die Gedanken, es ist Sommer und das Mopaneblatt, an dem er gerade nagt, schmeckt wunderbar.

 

 

…um die Welt in ihren Zusammenhängen begreifen zu können!

Anhand des Mopanewurms lässt sich anschaulich der Gegenstand und das Ziel des Faches Erdkunde verdeutlichen. Das Fach befasst sich mit der Erdoberfläche (hier: Namibia, Mopanebaum- und wurm), mit den Menschen die auf dieser bzw. in einem bestimmten Raum leben (Bedarf an Würmern, da Delikatesse und lukratives Geschäft) und daraus entstehenden Wechselwirkungen und Prozessen zwischen Mensch und Raum (Erhöhung des Wurmbestandes bedingt Verknappung der Weideflächen). Ziel ist es: das System Raum-Mensch zu erfassen, zu beschreiben und zu erklären, kurzum verstehen zu lernen. Am Beispiel des Mopanewurmes ist es zum Beispiel der Zusammenhang zwischen der Erhöhung der Anzahl an Mopanewürmern und dem Vorhandensein von Hunger und Armut bei der Landbevölkerung Namibias durch die Umnutzung von Weidefläche in Mopanebaumplantagen.

Eine Besonderheit und eine große Stärke des Faches Erdkunde ist dabei die Verbindung der Perspektiven bzw. der Methoden der Naturwissenschaften und der Sozialwissenschaften, wie sie so in wahrscheinlich keinem anderen Fach vorkommt. Das Fach Erdkunde sucht also nach Ursachen und „Lösungen“ für gegenwärtige und zukünftige Schlüsselprobleme, wie den globalen Klimawandel, das Welthungerproblem oder aber die Verstädterung der Erde. Es leistet dabei einen kleinen Beitrag zur Anbahnung von Fähigkeiten und Wissen zu ökologisch, sozialen und ökonomisch nachhaltigem Handeln in der einen, unseren Welt.

 

Allgemeines

Die relative kleine Fachschaft Erdkunde am St. Leonhard Gymnasium (vier Lehrerinnen und Lehrer) ist stets bemüht möglichst abwechslungsreichen, schüleraktiven und handlungsorientierten Unterricht zu gestalten. In einem, eigens eingerichteten, Fachraum Erdkunde gibt es nicht nur allerhand moderne Arbeitsmaterialien, sondern neben fünf Computerarbeitsplätzen auch ein interaktives Smartboard. Dies ermöglicht ein intensives und vielfältiges Arbeiten mit neuen Medien.

Das Fach Erdkunde wird in den Jahrgangsstufen 5, 7 und 9 im Rahmen der Sekundarstufe I angeboten und ist in der Oberstufe, auf Grund der hohen Beliebtheit bei den Schülerinnen und Schülern, regelmäßig mit einem Leistungskurs und mehreren Grundkursen vertreten.

 

Exkursionen und Projekte

Kennzeichnend für das Fach Erdkunde sind die selbstständige Erstellung von Exkursionen und Projekten im Rahmen des Unterrichts, sowie die Durchführung von Tages- oder Mehrtagesexkursionen, die das fachmethodische Repertoire der Schülerinnen und Schüler erweitern und geografische Arbeitsmethoden stärken und festigen sollen.

 

 

 

 

 

 

Hier einige Bespiele von Exkursionen der letzten beiden Schuljahre:

Klasse 5: Erkundung eines Bauernhofes, Flussexkursion, Unterrichtsgang in der  Aachener Innenstadt
Klasse 7: Comenius Projekt- „Save Water, Save Life - Austausch mit Schulen in Schweden, Polen, England und Bulgarien
Klasse 9: Europa ganz nah: „Der Euregio Maas-Rhein auf der Spur“
Klasse 11: Braunkohletagebau in Deutschland am Beispiel der Tagebaus Garzweiler I und II, Raumplanung konkret – Untersuchung verschiedener „Freiflächen“ der Stadt Aachen
Klasse 12: Stadtquartiere im Wandel am Beispiel Köln und Düsseldorf; Projekt: „Umwelt baut Brücken“ Schüleraustausch und Recherche zu einem bestimmten Umweltthema in Deva/ Rumänien und Aachen


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalte in der Jahrgangsstufe 5

Thematische Schwerpunkte und Unterrichtsinhalte in der Jahrgangstufe 5 sind

  • das Arbeiten mit Globus, de Atlas und Karten,
  • das Leben in Stadt und Dorf,
  • Landwirtschaft in NRW, Deutschland und Europa - Vom Feld auf den Tisch,
  • Rund um die Wirtschaft,
  • Tourismus - Wir machen Urlaub in Deutschland und Europa.

In Klasse 5 wird dabei neben dem Lehrbuch (Praxis Geographie 1, Westermann 2009), vor allem mit dem Atlas (Diercke Weltatlas, Westermann 2009), Wandkarten, selbst erstellten Kartenskizzen und speziell konzipierten Arbeitsblättern gearbeitet.

 

 

Bilingualer (d/f) Sachunterricht im Fach Erdkunde

Bilinguale Erdkunde wird in den Jahrgangsstufen 7 – 9 erteilt. Inhaltlich ist der Unterricht, wie auch in den nicht-bilingualen Klassen, an die Vorgaben der NRW-Richtlinien/ den Kernlehrplan für den deutschsprachigen Erdkundeunterricht gebunden. Da jedoch die Vermittlung der Sprachkompetenz einen Teil der Arbeitszeit in Anspruch nimmt, ist eine didaktische Reduktion der Inhalte erforderlich. Dies bedeutet eine Beschränkung auf die wesentlichen Aspekte des jeweiligen Themas und eine geringere Anzahl an Raumbeispielen. Letztere wählt man dort, wo es möglich ist und sinnvoll erscheint, aus dem französischsprachigen Raum.

Der Aufbau des Fachvokabulars erfolgt zunächst über „textes fabriqués par le professeur“.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen dann der Einsatz von Arbeitsheften, die eigens für den bilingualen Erdkundeunterricht konzipiert wurden, französische Lehrbücher und ein französischer Atlas. Den Schülern stehen jedoch auch das deutsche Lehrwerk und der deutsche Atlas zur Verfügung; denn wesentliche Sachzusammenhänge und Fachtermini müssen in beiden Sprachen bekannt sein. Am Ende der Jgst. 7 erfolgt der Unterricht zu ca .einem Drittel, am Ende der Jgst. 8 zu zwei Dritteln in französischer Sprache und am Ende der 9. Jgst. ist der Unterricht nahezu vollständig auf Französisch.

 

A. Sommer/ I. Vogel/ F. Liesegang/ J. Heuzeroth

 


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