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St. Leonhard in Europa: Schüleraustausch

 

Schüleraustausch hat an St. Leonhard eine lange Tradition. Es  begann 1970 mit der Einrichtung des bilingualen Zuges. Seitdem ist der Austausch mit französischen Schulen fester Bestandteil unseres Schulprofils.

Die erste Partnerschule war das Collège St. Remi in  Reims,  mit dem wir auch heute noch in Kontakt stehen. Viele siebte Klassen des bilingualen Zuges haben über diesen Austausch nicht nur die Partnerstadt Reims kennengelernt, sondern auch ihr erstes „Sprachbad“ genommen und festgestellt, dass sie sich schon alleine verständigen konnten in einer französischen Familie. Natürlich gab es neben dem sprachlichen Lernerfolg viele andere Dinge zu entdecken: Essgewohnheiten, Schlafgewohnheiten („Die Betten sind gar nicht gemütlich!“), die Kantine in der Schule und vieles andere. Und bei den Gegenbesuchen entdeckten die französischen Kinder nicht wenige für sie kaum fassbare deutsche Gewohnheiten („Madame, die essen Wurst und Käse zum Frühstück!“).

Einige Jahre später kam für den Austausch in den neunten Klassen das Lycée Libergier in Reims hinzu und die Zweizügigkeit in den bilingualen Klassen führte zu einer Ausweitung des Austausches mit dem Collège und dem Lycée Kléber in Straßburg.

 

Bis heute ist das im Prinzip für die bilingualen Klassen so geblieben: je ein 8-tägiger Austausch in Klasse 7 und 9. Allerdings haben sich in den letzten Jahren beim Austausch der 9. Klassen Probleme ergeben; vor allem dadurch, dass die Zahl der Schüler, die Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache wählen, in Frankreich stark zurückgeht und unsere Partnerschulen nicht mehr genügend Interessenten für einen Austausch finden. Wir sind deshalb auf der Suche nach neuen Partnern im französischsprachigen Raum (auch Belgien und die Schweiz kämen natürlich in Frage). Jeden Hinweis, jede Hilfe, die zu einem neuen Kontakt führt, werden wir dankend annehmen.

Auch bei den nichtbilingualen Klassen steht Schüleraustausch hoch im Kurs. Es ist allerdings sehr schwer, eine Partnerschule in England zu finden, denn das Angebot ist begrenzt und ganz Europa sucht englische Partner.

Seit 1996 haben wir einen „kleinen femininen Austausch“ mit der Channing-School in London. Daran können immer nur wenige Mädchen der neunten Klassen teilnehmen. Eine weitere Schule für Jungen oder sogar eine koedukative Schule wäre unser Traum!

Schüleraustausch ist nicht nur unter dem Aspekt des Fremdsprachenerwerbs zu sehen. Die Reise in anderes Land mit dem Aufenthalt in einer Familie öffnet den Horizont unserer Schüler wesentlich mehr als ein normaler Ferienaufenthalt. Und deshalb haben wir unser Austauschprogramm ausgeweitet auf Osteuropa. Die mittel- und osteuropäischen Länder stehen kurz- oder mittelfristig vor der Aufnahme in die EU; aber wir wissen in der Regel nur wenig über diese Länder und lernen sie ja auch nur selten über Ferienreisen kennen.

Im Frühjahr 2003 fand unser erster Austausch mit dem George Cosbuc Gymnasium in Cluj-Napoca  (Klausenburg) in Rumänien statt, einer großen Stadt in Siebenbürgen. Unsere Partnerschule hat einen deutschsprachigen Zweig, der in der Zeit entstanden ist, als es noch einen größeren Anteil deutschsprachiger „Siebenbürger Sachsen“ in der Region gab. Heute wird dieser Zweig von Schülern aus rumänischen Familien besucht, die aber schon frühzeitig beginnen, deutsch zu lernen und natürlich an Kontakten mit Deutschland sehr interessiert sind. Die 26 Schüler und Schülerinnen aus vier neunten Klassen, die als erste nach Rumänien gefahren sind, konnten sich so in ihrer Muttersprache mit den rumänischen Partnern gut verständigen, haben aber viele neue Erfahrungen gemacht und eine sehr herzliche Gastfreundschaft erleben können. Wir möchten diesen Austausch gerne fortführen und  planen sogar, den Austausch mit Osteuropa noch weiter auszudehnen.

Aber wir schweifen nicht nur in die Ferne, wir halten auch den Kontakt zu den unmittelbaren Nachbarn für sehr wichtig. Im Jahre 2001 haben wir - gemeinsam mit unserer niederländischen Partnerschule, dem Porta Mosana College in Maastricht - den „Kleinen Karlspreis“ erhalten, den die Städte Lüttich, Hasselt, Heerlen, Maastricht und Aachen für besondere Leistungen in der euregionalen Zusammenarbeit vergeben. Wir wurden geehrt für unser Austauschprojekt, das jetzt schon im zweiten Jahrzehnt durchgeführt wird. Auch hier sind es Schüler der neunten Klassen, die im Differenzierungsbereich der 9. und 10. Klassen Niederländisch lernen. Es handelt sich nicht wie in den anderen Fällen um einen mehrtägigen Aufenthalt in Gastfamilien, sondern um gemeinsame Projekte, die an zwei Tagen in Aachen und Maastricht von den Schülern in kleinen Gruppen durchgeführt werden. Auch hier sind viele neue Kontakte entstanden und manches, von dem man meinte, es  schon zu kennen, wurde mit neuen Augen gesehen.

Vieles ist im Bereich Schüleraustausch in Veränderung. Die Idee aber, die vor über dreißig Jahren den Austausch ins Leben rief, bleibt die gleiche: Der Kontakt zu jungen Menschen anderer Länder ist von unschätzbarem Wert für die Erziehung unserer Schüler zu toleranten und weltoffenen Menschen.

 

 

Wichtige Hinweise

 

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    Wichtige Termine 

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Juli 2012

 

 

 


 

 

 


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