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Aachen – Reims: der Winteraustausch der 9f
„ Im Sommer ist es hier bestimmt noch schöner“

- da hat sie sicher allen aus der Seele gesprochen, Luce aus der Seconde des Lycée Libergier aus Reims, als sie mit ihren Mitschülern und Mitschülerinnen am 11. Februar bei wenigen Grad über Null und leichtem Schneefall auf unserem Marktplatz stand und auf das Rathaus schaute. Und sie beschloss zugleich, im Sommer zurückzukommen, natürlich auch, um ihre neue Freundin aus der 9f von St. Leonhard zu besuchen.
Besser kann es doch nicht klappen bei einem Schüleraustausch, auch wenn das Wetter nicht so ideal ist!
Im November 2008 fuhr die 9f nach Reims, bereits da gab es die ersten Schneeflocken, vom 10. bis zum 17. Februar fand der Gegenbesuch statt und es war nur noch ein bisschen kälter geworden.
Trotzdem war der Austausch eine runde Sache:
Die 9f entdeckte Reims: die Kathedrale, die Basilika St. Remi, die Champagnerkellerei Taittinger und die Biscuiterie Fossier, die die Schüler mit vielen rosa Biscuits in ebenso rosa Tüten verließen. Wir wurden im Rathaus von einem jungen Stadtrat empfangen, der ein ganz neues Ressort betreute, das wir in Aachen vielleicht auch einführen sollten: das studentische Leben und das Nachtleben (das hat ja manches gemeinsam…). Einer der Höhepunkte war der Ausflug nach Paris mit den traditionellen touristischen Highlights wie der Eiffelturm, Notre Dame und dem Louvre.
Natürlich wurde auch der Unterricht besucht und vieles war ganz anders. Schon alleine die Klingel! Sie ist im Libergier seit einiger Zeit durch wöchentlich wechselnde kurze Musiksequenzen ersetzt, mal Rock, mal Pop, mal Rap, mal Klassik….
Wir hatten keinen Eiffelturm, aber immerhin den Kölner Dom und vor allem unseren Aachener Dom. Neben dem klassischen Besichtigungsprogramm haben wir die Akzente stärker auf das „miteinander tun“ gesetzt. Der Besuch im Sport- und Olympiamuseum in Köln gab Gelegenheit zu sportlichen Aktivitäten, dazu kam noch ein Nachmittag in der Kletterhalle, wo auch Badminton gespielt werden konnte. Die französischen Schüler konnten sich im Zeitungsmuseum mit der Kriegspropaganda im 1. Weltkrieg auseinandersetzen und stellten sich die Frage, ob heute so etwas wohl noch möglich sei.
Ein gemeinsamer Besuch in Maastricht und eine Fête am Freitagabend rundeten das Programm ab.
Es entstand trotz der Kälte draußen eine Menge Wärme, beim Sport und beim Tanzen und auch in den Aachen-Reims-Beziehungen. So gab es denn einige Versprechen, sich wieder zu treffen, möglichst im Sommer, wenn man draußen auf der Terrasse sitzen kann und es vielleicht noch schöner ist, in Reims und in Aachen.
Die vier Lehrerinnen, Mme Baudement und Frau Kraft aus der „alten“ Generation, die schon vor fast 30 Jahren miteinander Austausch organisierten und Mme Werquin und Frau Wagner, aus der „jungen“ Generation, beide Englischlehrerinnen, die hin und wieder in die Drittsprache wechselten, hoffen jedenfalls sehr, dass wir auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam in Aachen und Reims vor Dom und Kathedrale stehen, ganz gleich bei welchem Wetter.
R. Kraft

 

 

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