| Chinesische Gäste |
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Yew Chung International School (Hong Kong) zu Gast an St. Leonhard Englisch, Französisch, Niederländisch, Türkisch oder Spanisch ist an einer Schule mit internationalem Abitur und einer aus rund fünfzig Ländern der Erde stammenden Schülerschaft allerorten zu hören – so viel chinesische Laute aber klingen nur wenige Tage im Jahr durch unsere Flure: Wie schon 2007 und 2008 besuchte auch in diesem Frühling eine Gruppe von Schülern der Yew Chung International School aus Hong Kong, Shanghai und Peking das Gymnasium St. Leonhard.
Zur Ausbildung an Yew-Chung-Schulen gehört ein einzigartiges Fach namens „World classroom“. Hier studieren die Schüler/innen über einen längeren Zeitraum ein bestimmtes Land, seine Kultur, Philosophie und Geschichte, und am Ende findet auch eine Reise dorthin statt. Die Gäste, die vom 5. bis zum 8. Mai in Aachen Station machten, hatten sich Deutschland auserkoren. Schüler und Schülerinnen der 7b hatten die Ehre, Gastgeber zu sein und das „junge Deutschland“ für die chinesische Gruppe zu repräsentieren. 19 chinesische Jungen und fünf Mädchen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren sowie ihre vier Betreuer/innen erlebten ein ungemein originelles, abwechslungsreiches und attraktives Programm rund um Aachen und St. Leonhard, bei dem allerdings auch „Klassiker“ wie die individuelle Stadtführung, die professionelle Domführung und der obligatorische Besuch in Maastricht nicht fehlten. Highlights waren nach allgemeiner Überzeugung aber jene Aktivitäten, die Gäste und Gastgeber „auf Tuchfühlung“ miteinander brachten. Und dann war endgültig Zeit für das „good-bye“. Witzige und emotionale Abschiedsgeschenke wurden ausgetauscht: Erinnerungs-T-Shirts für alle; von den Yew-Chung-Schülern gab es Kalligraphie-Sets oder ein chinesisches Schachspiel für die „buddies“ aus der 7b, aber eine Aachen-Tasse oder eine Alemannia-Trinkflasche werden dafür die weite Reise nach China antreten. Ein Aachener Schüler allerdings sah gar nicht ein, dass er seinen neuen Freund so schnell verlassen sollte. Er ignorierte das Programm und bestand darauf, bei ihm in der Jugendherberge zu bleiben. Leider wohl nicht mehr allzu lange, denn schon am nächsten Morgen brachen die reiselustigen Chinesen auf zu einer großen Tour auf dem deutschesten aller Flüsse, dem Rhein. Ein herzlicher Dank für diese vier wundervollen Tage gilt Mirto von der Organisation „Mosaica“ und der Vermittlerin Nicola Brown, Direktorin des Rhein-Maaslands Centre for International Education in Ulestraten (NL), sowie der St. Leonharder Organisatorin Katrin Wagner und ihrer Kollegin Susanne Herforth als begleitender Klassenlehrerin der 7b. Vera Kühn |

Die Organisation Yew Chung ist als asiatisches Gegenstück zur westlichen Form der „Internationalen Schule“ zu verstehen. Unterrichtssprachen an der YCIS sind Chinesisch und Englisch, am Ende der Schulzeit steht das „International Baccalaureate“, das ja auch an St. Leonhard 2008 erstmals erfolgreich absolviert wurde.
Am Dienstag wurden in einem Workshop mit der Kunstpädagogin Hildegund Werth-Lenz Kopien berühmter Bauwerke und anderer typischer Sehenswürdigkeiten aus Deutschland und China zu überraschenden Collagen kombiniert und dann coloriert. Ganz viel Tuchfühlung, Spaß und Spannung gab es einen Tag später in der Kletterhalle am Tivoli. Stimmungshöhepunkt aber war am Donnerstag das Grillfest auf dem Schulhof von St. Leonhard bei herrlichem Wetter, einem tollen Büfett und viel nettem Besuch von den Eltern der gastgebenden 7b. Deutsch-chinesische Basketball-Matches rundeten einen Nachmittag ab, der Schülern, Eltern und Lehrern sicher in bester Erinnerung bleiben wird. 



