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1 Theaterworkshop – 3 Sprachen „Das hat sich auf jeden Fall gelohnt“; „Anstrengend, aber spaßig!“
Neben der Vorfreude gab es auch das Gefühl der Angst, da die Sprache Englisch absolut verboten war. Man durfte sich demnach nur auf Deutsch, Niederländisch und Französisch unterhalten. Viele fürchteten, sich nicht verständigen zu können und nichts zu verstehen. Doch wir wurden vom Gegenteil überzeugt: Kein Englisch? Kein Problem!
Der erste Tag diente dazu, sich gegenseitig sowie die Stadt kennenzulernen. Als erstes wurde ein kurzer Film über die Euregio gezeigt und dann ging‘s auch schon ans Theaterspielen. In der großen Gruppe von 30 Teilnehmer/innen wurden lustige Aufwärmübungen gemacht, die alle, dank viel Gestik der Dozenten, auch verstanden wurden. Auch unsere Lehrer machten mit. „Die Aufwärmübungen haben echt Spaß gemacht und die würde ich auch gern im Unterricht machen.“, findet Caroline vom St. Leonhard. Danach wurden die Schüler in drei kleinere Gruppen aufgeteilt, in denen sie sich jeweils bei einem der drei Dozenten auf das Stück für die Aufführung vorbreiteten. Jede einzelne Gruppe bestand somit aus Personen, die jeweils eine andere Sprache sprachen. Die Dozenten waren professionelle Theaterdozenten und haben nicht nur in ihren eigenen Sprachen gesprochen, sondern versucht jede Sprache zu benutzen. Das, was nicht verstanden wurde, wurde mit Gestik gezeigt und schnell kamen auch die Schüler untereinander trotz anfänglicher Schüchternheit zurecht. Endlich durften wir Schüler unseren fremdsprachlichen Wortschatz mal anwenden, denn auf Fehler wurde hier nicht geachtet. Der ganze „Unterricht“ war nicht mit dem des Schulunterrichts zu vergleichen. Wir probten mit Musik, spielten kleine Sketche und hatten gemeinsam sehr viel Spaß.
Abends kamen die drei kleinen Gruppen wieder zu einer Großen zusammen und wir erkundigten die Stadt Hasselt. Zu Abendessen gab es – wie konnte es auch anders sein – original belgische Fritten in einer Friture. Anschließend machten wir eine Stadtrallye und glauben Sie mir: Den flämischen und französischen Gruppenmitgliedern zu erklären, dass wir die Zutaten aus einem Lebkuchen-Gebäck erschmecken sollten, war schwerer als gedacht! Jede Aufgabe der Rallye war nämlich in einer von den drei Sprachen gestellt, diese mussten man sich dann gegenseitig stellen und selbstverständlich auch in Teilen übersetzen. Passend zur Weihnachtszeit besuchten wir auch den Weihnachtsmarkt und konnten uns noch besser kennenlernen.
So begann auch schon der zweite und letzte Tag. Wie auch am ersten Tag versammelten wir uns erst in der großen Gruppe und wärmten uns alle zusammen auf. Ich habe selten so viele motivierte und lockere Schüler gesehen, „diese Aufwärmstunde war voller Energie“ sagte Herr Willmann, Literaturlehrer des St. Leonhards. Anschließend ging es wieder in unsere kleineren Gruppen und es wurde geprobt, geprobt und geprobt! Immerhin war die Aufführung schon am Nachmittag. Als wir dann die „Villa Basta“ erreichten, wo unsere Aufführung stattfinden sollte, begannen die Generalproben. Und das Ergebnis konnte sich wirklich zeigen lassen: Schöne Musik, lustige Sketche, drei verschiedene Sprachen und trotzdem konnte man alles verstehen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man in einer anderen Sprache spricht und dennoch verstanden wird, vor allem auf einer Bühne vor fremden Personen, oder eben vor der Familie. Nach den Aufführungen der drei Gruppen und nach, wir denken, das dürfen wir hier erwähnen, dem wohlverdienten (!) Applaus vom Publikum erhielten alle Teilnehmer ihre Zertifikate. Ein letztes Gruppenfoto wurde geschossen und die Verabschiedung nahte. Natürlich kommt jetzt noch eine Empfehlung, denn dieser Theaterworkshop war einfach klasse. Man hat neue Leute kennengelernt, seinen Wortschatz in Französisch und Niederländisch erweitern können, die ersten Grundkenntnisse vom Theater spielen durch professionelle Dozenten erlernt und einfach sehr viel Spaß gehabt. Sollte Ihre Tochter/Ihr Sohn oder auch Du selber die Möglichkeit haben, an solch einem grenzüberschreitenden Projekt mitzumachen, dann nutzen Sie die Chance! Hasselt war der perfekte Ort dafür, daher geben wir zum Schluss ein Zitat mit, welches wir uns während der Stadtrallye ausgedacht hatten: „Hasselt, ik liebe toi!“
Artikel von Zozan Keskin & Meranie Schley |

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